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Versuche - Forschung! Ziele! Ergebnisse!

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Einspeisung der erzeugten Energie ins öffentliche Netz


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Testlauf der Berieselungsanlage zur Kühlung des Schutzbehälters

Aufgrund der Neuartigkeit der Anlage wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Versuche am AVR Reaktor durchgeführt. Ziel war, neue Erkenntnisse über das Verhalten des Reaktors oder der Brennelemente in Bezug auf chemische und physikalische Randbedingungen zu erhalten.

Wichtigste Versuche waren zweifelsohne die Massentests der kugelförmigen Brennelemente. Am AVR wurden alle Entwicklungsstufen dieser Brennelemente eingesetzt. Diese Tests betrafen sowohl das integrale Verhalten im Reaktor als auch die Nachuntersuchung individueller Brennelemente u. a. im Forschungszentrum Jülich. Ein weiteres Hauptaugenmerk wurde auf sicherheitsgerichtete Experimente gelegt. Das Abschalten der Kühlung unter Volllast bei gleichzeitiger Blockade der Abschaltstäbe, der so genannte Vierstabklemmversuch, war einer der spektakulärsten Versuche am AVR überhaupt. Doch auch dieser Versuch war, aufgrund der inhärenten Sicherheit, problemlos beherrschbar.

Ebenfalls wichtig, und immer noch in der Diskussion in Fachkreisen, waren Versuche zum Verhalten freigesetzter Spaltprodukte, auch im Zusammenhang mit dem sich bildenden Graphitstaub. Weitere Experimente betrafen die Reaktorphysik (Temperaturkoeffizienten der Reaktivität, Reaktordynamik), die Reaktorchemie, Kühlgasreinigung und Strahlenschutz.

Der aus heutiger Sicht wichtigste Versuch für die gesamte HTR - Linie war die Messung der Temperatur des unmittelbar aus der Kugelschüttung austretenden Kühlgases unter Zuhilfenahme von Temperaturmesskugeln. Die dort gemessenen, sehr hohen Temperaturen stärkten das Vertrauen in die Rückhaltefähigkeit der modernen HTR - Brennelemente ungemein.

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Kaltversuch am Modell zum Verschluss der Kühlgasgebläse

Die Versuche erfolgten meist in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich, hieraus entstanden auch verschiedene Promotionen an der RWTH Aachen. Die Professur des zuständigen Lehrstuhls für Reaktortechnik hatte der Erfinder des Kugelhaufenreaktors Prof. Dr. Rudolf Schulten bis 1989 inne. Er wurde 1990 durch Prof. Dr. Kurt Kugeler abgelöst. Beide Professoren arbeiteten bereits gemeinsam in den 60er Jahren am Institut für Reaktorentwicklung der damaligen Kernforschungsanlage (KFA) Jülich, jetzt Forschungszentrum Jülich (FZJ).

 

 


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Letzte Aktualisierung: 24.11.2009