
Die spezielle Radiologie des AVR-Reaktors erfordert eine Entsorgungsstrategie, die diese Besonderheit berücksichtigt. Wesentliches Kriterium bei der Entsorgung ist die Herkunft der Reststoffe sowie ihr Einsatzgebiet während der Betriebszeit. Hintergrund ist die Kontamination mit unterschiedlichen Nukliden in den verschiedenen Betriebs- und Einsatzbereichen, die in dieser Form bei herkömmlichen Kernkraftwerken nicht vorhanden ist. Sowohl für die Demontage als auch für die Entsorgung ist bei jedem Arbeitsschritt eine Vorgehensweise erforderlich, die diesem Umstand Rechnung trägt.
Das Ziel einer möglichst geringen Abfallmenge – der Abfallanteil beträgt lediglich 5 % bis 10 % der gesamten Rückbaumasse - stellt die Mitarbeiter der Demontage- und Entsorgungsteams immer wieder vor neue Herausforderungen.
| Herkunft | Erwartete Reststoffmengen [Tonnen] | Erwartete Abfallmenge [Tonnen] |
|---|---|---|
| Reaktor mit Porenleichtbeton, einschließlich der Komponenten der Reaktorbehälter-Anschlagmittel | 2.100 | 2.100 |
| Metalle aus Abbaumaßnahmen | 4.300 | 430 |
| Bauschutt, Erdaushub, Nichtmetalle | 32.000 | 1.600 |
| Sonstige Abfälle und Sekundärabfälle | 115 | 115 |