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Firmenporträt / Aufgabe

Durch die Energiewerke Nord GmbH (EWN) werden seit 1995 die ehemaligen Kernkraftwerke Greifswald (KGR) im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und Rheinsberg (KKR) im Bundesland Brandenburg stillgelegt und demontiert.

Neben den Rückbauaktivitäten sind die Entsorgung und die Zwischenlagerung der abgebrannten Brennelemente und der anfallenden radioaktiven Reststoffe/Abfälle wesentliche Aufgaben der EWN.

Darüber hinaus organisiert die EWN das Endlager- und das dazugehörige Einlieferungsmanagement radioaktiver Abfälle für den Bund. 

Der Kernbrennstoff, der in CASTOR-Behältern im Zwischenlager Nord (ZLN) zwischengelagert ist, wird langfristig einem Bundesendlager für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle zugeführt. Die anderen radioaktiven Stoffe verbleiben so lange am Standort im ZLN, bis sie entweder dem Endlager KONRAD zugeführt oder nach einer Bearbeitung/Reinigung und anschließender behördlicher Freigabe konventionell verwertet oder deponiert werden.

Alleiniger Gesellschafter der EWN ist das Bundesministerium der Finanzen.

Aufgrund des erworbenen Know-hows beteiligt sich die EWN an der Stilllegung, Demontage und Entsorgung von kerntechnischen Anlagen im In- und Ausland.

Im Jahr 2003 hat die EWN die Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor GmbH (AVR) in Jülich sowie im Jahr 2006 die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe Rückbau- und Entsorgungsgesellschaft mbH (WAK) als Tochtergesellschaften übernommen.

Im Ergebnis der Verhandlungen der G8-Staaten 2002 in Kananaskis (Kanada) wurde das Projekt zur Entsorgung von russischen Atom-U-Booten unter Federführung der Bundesrepublik beschlossen. Die EWN wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2003 mit der Projektdurchführung beauftragt. Im Jahr 2008 erfolgte mit der Errichtung des Entsorgungszentrums Saida eine Erweiterung dieses Auftrages.

Im Jahr 2008 hat die Energiewerke Nord GmbH einen 25 %igen Anteil an der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) erworben.

Über diese Tätigkeiten hinaus entwickelt die EWN den Standort des ehemaligen Kernkraftwerkes Greifswald zu einem wichtigen Energie- und Industriestandort in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Standort verfügt über die notwendige Infrastruktur, wie Straßen- und Schienenanbindung, einen Industriehafen sowie die Anbindung an das Hochspannungsnetz der Firma 50Hertz Transmission GmbH. Für die verschiedenen Projekte zur Standortentwicklung stellt die EWN Flächen bzw. Gebäude für Investoren aus dem In- und Ausland zum Verkauf bzw. Vermietung bereit.
Ein wegweisendes Projekt für den Standort ist die Anlandung der Ostseepipeline Nord Stream, die im November 2011 den Betrieb aufnahm. Der 2. Leitungsstrang ist im Jahr 2012 in Betrieb genommen worden.

Weitere Investoren haben ihr Interesse am Bau von Gaskraftwerken geäußert.

In der beräumten Turbinenhalle des Kraftwerkes haben im Jahr 2007 Investoren mit der Produktion von Schiffssegmenten bzw. maritimen Kranen begonnen. Derzeit werden am Standort durch mehrere Firmen große Bauteile für Offshore-Windparks hergestellt. Der fachgerechte Korrosionsschutz erfolgt ebenfalls vor Ort. Dies ist ein wichtiges Fundament des Metall- und Stahlbaustandortes "Lubminer Heide".

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Standort Lubmin 2011
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Zwischenlager Nord (ZLN)
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ZLN Zerlegung eines Dampferzeugers
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Langzeitlager Murmansk und Baustelle Entsorgungszentrum Saida 2011
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Produktion von Kranen im Maschinenhaus
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Herstellung von Fundamentrohren für Windkraftanlagen im Maschinenhaus
Letzte Aktualisierung:  1.09.2014