Die Stilllegung und der Abbau des Kernkraftwerkes Greifswald sowie die Errichtung und Inbetriebnahme des Zwischenlagers Nord prägt die Entwicklung des Standorts der Energiewerke Nord GmbH seit einem ganzen Jahrzehnt. Seit der Einstellung der Energieerzeugung am Standort im Jahre 1990 hat das Bundesministerium der Finanzen für den Nachbetrieb und die Stilllegung der Kraftwerksanlagen über 2,4 Mrd. Euro aufgewandt. Das weltweit größte Projekt zur Demontage von Kernkraftwerken ist damit ein wesentlicher Faktor zur Stabilisierung der Wirtschaft in Ostvorpommern und der angrenzenden Regionen.
Seit 1991 wurde der Standort unter Beibehaltung seiner Infrastruktur auf eine Nachnutzung vorbereitet.
Ab 1998 wurde die Geschäftsführung der Energiewerke Nord GmbH vom Gesellschafter beauftragt, ausgewiesene Grundstücksflächen, die für Stilllegung und Abbau nicht mehr benötigt werden, an geeignete Investoren zur Industrieansiedlung zu veräußern. Dem ging der übereinstimmende Wille von Bundesregierung und Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern sowie der regionalen Raumplanung voraus, die den Erhalt des Energiestandortes Lubmin festschreibt und in absehbarer Zeit in der Region neue Arbeitsplätze entstehen lassen will.
Ein seit September 2004 verbindlicher B-Plan sorgt für Planungssicherheit. Diese ist umso bedeutsamer, da sich die am Standort ausgewiesene ca. 120 ha große Industrie- und Gewerbefläche in unmittelbarer Nähe eines Europäischen Vogelschutzgebietes befindet.
Teile des Greifswalder Boddens sind als FFH-Gebiet ausgewiesenen, d.h. sie sind Schutzgebiete entsprechend der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie.
Im B-Plan-Verfahren wurden alle sich aus der typischen Nutzung ergebenden naturschutzrechtlichen Beeinträchtigungen und Belastungen bewertet und deren Ausgleich gesichert.
Die vorhandene Infrastruktur und die nutzbaren Serviceleistungen machen den "SynergiePark Lubminer Heide" interessant für Unternehmen aus den Bereichen Energietechnik, Stahlbau, Umwelttechnik und Informationstechnik.
Mit dem Ausbau des Industriehafens verfügt der Industriestandort neben Schiene und Straße nunmehr auch über eine seeseitige Anbindung. Das Hafenbecken mit einer Länge von 890 m und einer Breite von 94 m (175 m am östlichen Ende als Wendebecken angelegt) ist typisch für Ostseeschiffe bis ca. 2.500 BRT und einer Tragkraft von bis zu 3.250 dwt ausgelegt.