Kontakt  -  Sitemap  -  Impressum

Internationale Projekte / Know-how-Verwertung

Murmansk - Atom-U-Boot-Abrüstungsprojekt

Bild vergrößern - bitte klicken
Grundsteinlegung Langzeitzwischenlager am 10. April 2004
Bild vergrößern - bitte klicken
Atom-U-Boot ? zerlegt in der Nerpa-Werft
Bild vergrößern - bitte klicken
Erster Transport von Reaktorsektionen ins LZL, 8.-9.7.2006

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat die Energiewerke Nord GmbH im Jahre 2003 mit der Projektdurchführung beauftragt.

In Russland wurde schon eine größere Anzahl älterer Atom-U-Boote aus der Flotte ausgemustert und stillgesetzt. Nach dem Entladen des Kernbrennstoffs aus den Reaktoren wurden Bug- und Heckteil so abgetrennt, dass die Reaktorsektion mit meist einer weiteren Sektion auf jeder Seite als Auftriebskörper verblieb. Diese schwimmfähigen Einheiten wurden in der Saida-Bucht unweit von Murmansk an schwimmenden Anlegestegen vertäut. Bedingt durch das raue Klima, Gezeiten, Eisgang usw. brauchen diese Einheiten ständige Wartung, verursachen fortlaufend Kosten und können untergehen.

Daher wurde ein Projekt für die sichere Lagerung dieser Einheiten an Land initiiert.

In der Saida-Bucht wird auf einer Landzunge ein Langzeitlager (LZL) für U-Boot-Reaktorsektionen errichtet. Der erste Abschnitt wurde am 18.07.2006 in Betrieb genommen.

Die nicht schwimmfähigen Reaktorsektionen (Gewicht bis ca. 1.600 Tonnen) werden in der "Nerpa"-Werft aus den oben erwähnten schwimmfähigen Einheiten bzw. aus vollständigen U-Booten hergestellt und auf dem Werftgelände zwischengelagert. Mit dem Schwimmdock der Werft werden die Reaktorsektionen später zum Langzeitlager transportiert.
Der erste Transport erfolgte im Juli 2006.

Alle Arbeiten vor Ort werden durch russische Firmen nach russischen Normen und russischer Gesetzgebung ausgeführt.
Inspektoren der EWN GmbH kontrollieren in regelmäßigen Abständen die ordnungsgemäße Ausführung der vertraglich festgelegten Arbeiten.

Ausführliche Informationen und Bildmaterial sind zu finden unter www.bmwi.bund.de

Ansprechpartner Atom-U-Boot-Abrüstungsprojekt der EWN GmbH:

Projektgruppe PU

Herr Detlef Mietann
E-Mail: detlef.mietann(at)ewn-gmbh.de
Tel.: 038354 4-5900

Bild vergrößern - bitte klicken
Reaktorsektion auf dem von einer deutschen Firma gelieferten schienengestützten Transportsystem auf dem Stapelplatz der "Nerpa"-Werft
Bild vergrößern - bitte klicken
Erster Inbetriebnahmeabschnitt des Langzeitlagers im Juli 2006



Bild vergrößern - bitte klicken
Das Langzeitlager im Juni 2007




KKW Tschernobyl, Ukraine

Am 15.12.2000 wurde mit der endgültigen Abschaltung des letzten in Betrieb befindlichen Blockes 3 die mit der EU verhandelte Stilllegung des Standortes Tschernobyl eingeleitet.

Gemeinsam mit den Konsortialpartnern SDN (Frankreich) und AEA-T (Großbritannien) leistete die EWN GmbH bereits seit 1997 Unterstützung bei der Stilllegungsplanung der Blöcke 1-3. Diese Arbeit lief im Rahmen des Projektes "TACIS On-Site Assistance Project ? OSAT".

Dieses Konsortium konnte 2001 die Projektleitung für den Bau und die Inbetriebnahme eines Industriekomplexes für die Entnahme, Verarbeitung und Endlagerung fester radioaktiver Abfälle (ICSRM) übernehmen. Ende 2005 hat die EWN GmbH die Beteiligung vor Ort eingestellt.

Nach oben

KKW Ignalina, Litauen

2002-2003

Nach Anfrage der litauischen Regierung um bilaterale Beratungshilfe zur Vorbereitung der Stilllegung wurden von der Bundesregierung Fördermittel bereitgestellt. Im Rahmen des BMU-Projektes "Methodentransfer zur Vorbereitung der Stilllegung von KKW für leitendes Personal des KKW Ignalina und für Vertreter litauischer Behörden" wurden in den Jahren 2002 und 2003 basierend auf dem Know-how der EWN GmbH geeignete Schulungsunterlagen entwickelt. Danach wurden mehrere Kurse und Workshops mit Teilnehmern aus Litauen in Lubmin durchgeführt.

Das Projekt umfasste folgende Themenfelder:

  • Projektmanagement
  • Genehmigungsverfahren
  • Projektplanung
  • Abfallmanagement
  • Soziale Aspekte bei der Standortentwicklung
2007-2008

Im Rahmen eines EU-finanzierten Projektes wurden für die Stilllegung des KKW Ignalina ein Stilllegungs-Management-System und eine Datenbank (DMSD) geliefert. Mit dem DMSD verfügt das Kernkraftwerk Ignalina nun über ein wirkungsstarkes Werkzeug für ein effektives Management von Stilllegungs- und Abbauprozessen. Durch das DMSD kann das Management des gesamten Stilllegungsprozesses abgedeckt werden, einschließlich der Inventarisierung des Kraftwerkes, der Abbau- und Dekontaminationsplanung, des Abfallmanagements, der Personalressourcenplanung, der Stilllegungskostenkalkulation sowie der Verwaltung von Verträgen und Dokumenten, Berichten und PR.

Die EWN GmbH ist mit der Projektleitung betraut gewesen. Zwei litauische Firmen (UAB Sintagma und Ernst & Young Baltic UAB) und eine weitere deutsche Firma (CORE2 Consult GmbH Greifswald) waren an diesem Projekt beteiligt. Die Arbeit der EWN-Ingenieure beinhaltete neben der Leitung des Projektteams die fachliche Begleitung der Systementwicklung sowie das praxisorientierte Anwendertraining.

Als Konsortialführer konnte die EWN ihr einzigartiges Wissen über praktische Stilllegungsplanung, -kalkulation und -kontrolle beitragen, sowie das Know-how um IT-Lösungen für Stilllegungsvorgänge einbringen, das derzeit angewandt wird, um die Stilllegungsmanagementaufgaben in der EWN selbst und in anderen Kraftwerken zu unterstützen.

Im September 2008 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Alle Dienstleistungen sind durch das Konsortialteam fristgemäß nach 14 Monaten zur Verfügung gestellt worden.

Nach oben

KKW Kozloduy, Bulgarien

Im Rahmen von zwei Phare-Projekten hat die EWN GmbH zusammen mit Belgatom als Federführer und ENPRO (Bulgarien) die Konzept- und Detailplanung für die Stilllegung der Blöcke 1 und 2 (WWER 440) des KKW's Kozloduy durchgeführt.

Nach Abschluss dieser Arbeiten Ende 2001 wurde anschließend ein Auftrag an die EWN GmbH zum Aufbau eines Stilllegungs-Management-Systems (Handbuch und Software) vergeben. Das Projekt wurde von der IAEO und dem bulgarischen Stilllegungsfonds finanziert. Als Unterauftragnehmer wurden CORE2 Consult GmbH (Greifswald) für die Softwareentwicklung und ENPRO Consult (Sofia) für die Projektkoordination am Standort verpflichtet. Das Projekt lief in den Jahren 2002 und 2003.

Im Juni 2005 wurde ein Vertrag zwischen dem KKW Kozloduy und der EWN GmbH zur Erstellung einer radiologischen Bewertung der Blöcke 1 und 2 unterzeichnet. Die Ingenieurfirma ENPRO Consult wurde als Nachauftragnehmer gebunden. Das Projekt wurde durch den nationalen bulgarischen Stilllegungsfonds finanziert. Es wurde auf Wunsch des Kunden erweitert und verlängert und konnte im Oktober 2008 erfolgreich beendet werden.

Nach oben

KKW Rowno, Ukraine

Im Rahmen der durch die EU finanzierten Vor-Ort-Hilfsprogramme (OSA) für KKW in Osteuropa ist die EWN GmbH in einem Konsortium unter der Leitung von RWE Power International am Rowno Hilfsprogramm gemeinsam mit Amec NNC und der CA&R Engineering GmbH beteiligt.

Dieses Projekt hat im Juli 2007 begonnen und ist für die Dauer von drei Jahren angelegt. Dabei ist die EWN GmbH für folgende drei von neun Teilprojekten federführend verantwortlich:

  • Optimierung des Entsorgungskonzeptes für das KKW Rowno
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Revision des Stilllegungskonzeptes für die Blöcke 1 und 2
  • Ingenieurtechnische Unterstützung bei der Spezifikation, Ausschreibung, Lieferung, Installation und Erhalt der Betriebsgenehmigung eines Abfallverarbeitungskomplexes (PIP)

Nach oben

KKW Bohunice, Slowakische Republik

Im Rahmen des Beitritts der Slowakischen Republik in die EU verpflichtete sich die slowakische Regierung 1999 das KKW Bohunice V1 stillzulegen. Die endgültige Abschaltung der beiden Blöcke der Baureihe WWER 440/230 wurde dabei für die Jahre 2006 (Block 1) und 2008 (Block 2) festgelegt. Der Beginn der praktischen Rückbaumaßnahmen ist für 2012 geplant.

Die Vorbereitung der praktischen Stilllegung wird seit 2003 durch einen Internationalen Stilllegungsfond (BIDSF), welcher durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) verwaltet wird, unterstützt und mitfinanziert.

Zu den Projekten, die durch den BIDSF mitfinanziert werden, gehören neben Investitionsprojekten, z.B. in Anlagen zur Behandlung radioaktiver Materialien, Zwischen- und Endlagerkapazitäten, auch solche für die Erstellung von Genehmigungsunterlagen zur Stilllegung sowie Projekte zur Anpassung des KKW's V1 an den Rückbau.

Die EWN hat die folgenden zwei Projekte aus dem Bereich "Genehmigungsunterlagen" als Konsortialführer gemeinsam mit einem slowakischen Partner erfolgreich abgeschlossen:

  • Projekt B 6.1 - Konzeptplanung für die Stilllegung (05/2005-06/2006),
  • Projekt B 6.2 - Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Stilllegung (01/2006-06/2007).


Im Rahmen des Projektes B 6.1 wurden vier verschiedene Rückbaustrategien (mit und ohne sicheren Einschluss) analysiert. Ziel des Projektes war es, verschiedene technische, finanzielle und soziale Aspekte der einzelnen Strategien zu untersuchen und aufzuzeigen, wie sie in Bezug auf Technik und Sicherheit durchführbar wären, um abschließend die für den Standort Bohunice am besten geeignete Strategie zu empfehlen.

Im Rahmen des Projektes B 6.2 wurden die Auswirkungen der im Projekt B 6.1 untersuchten Strategien analysiert, mit dem Ergebnis, dass prinzipiell alle betrachteten Strategien umweltverträglich sind.

Auf Basis der Ergebnisse aus den beiden zuvor genannten Projekten hat sich die zuständige slowakische Aufsichtsbehörde für den sofortigen Rückbau des KKW's V1 entschieden.

Seit Ende Mai 2008 führt die EWN als Konsortialführer gemeinsam mit zwei slowakischen Partnern ein weiteres Projekt durch:

  • Projekt B6.4 ? Stilllegungsdatenbank (05/2008 ? 04/2010).


Ziel dieses Projektes ist die physische und radiologische Inventarisierung des KKW's V1. Die gesammelten Inventardaten werden dann für die Detailplanung des Rückbaus verwendet.

Nach oben

KKW Nowoworonesch, Russland

Das Europäische Amt für Zusammenarbeit der Europäischen Kommission hat einem Konsortium aus der Electricité de France (EDF) und der Energiewerke Nord GmbH (EWN) einen Tacis-Vertrag für die "Vorbereitung von Stilllegungsprozessen von KKW-Blöcken in Bezug auf wissenschaftliche, technische und ökonomische Belange" zugesprochen. Das Projekt lief von Juni 2006 bis Juli 2008.

Ziel dieses Zweijahresvertrages war es, dem russischen Betreiber Rosenergoatom als Nutznießer des Vertrages das umfassende Know-how dieser Firmen auf dem Gebiet der Stilllegung von Kernkraftwerken zukommen zu lassen. Das hierfür als praktisches Fallbeispiel ausgewählte Kraftwerk war Nowoworonesch mit den Blöcken 1 und 2.

Das westeuropäische Konsortium hatte als Unterauftragnehmer das russische Institut VNIIAES verpflichtet, das bereits die Stilllegung von KKW-Blöcken in der Russischen Förderation beaufsichtigt. Dieser Untervertrag ermöglichte den VNIIAES-Experten einen adäquaten Zugang zu den Ressourcen des Konsortiums, wodurch Rosenergoatom als Nutznießer des Vertrages ein Vielfaches an gewonnener Erfahrung, Know-how und technischer Unterstützung zugute kommt.

Dabei war die EWN GmbH für die folgenden drei von insgesamt sechs Teilprojekten verantwortlich:

  • Kostenermittlung der Stilllegung
  • Revision grundlegender Stilllegungsdokumente (Konzept, Sicherheitsbericht, Umweltverträglichkeitsprüfung)
  • Qualitätssicherungshandbuch bei Stilllegung

 

Das Projekt konnte im Juli dieses Jahres termingerecht beendet werden und zählt zu den erfolgreichsten Tacis-Projekten in Russland.

Weitere Informationen unter: http://vniiaes.intitle.ru/en/Project_work_program.htm

Nach oben

KKW Zaporoshye, Ukraine

Im Rahmen der durch die EU finanzierten Vor-Ort-Hilfsprogramme (OSA) für KKW in Osteuropa ist die Energiewerke Nord GmbH in einem Untervertrag mit RWE Power International am Zaporoshye-Hilfsprogramm beteiligt. Dabei ist die EWN GmbH für die Optimierung des Abfallentsorgungskonzeptes des Kraftwerks Zaporoshye verantwortlich. Dieses Projekt hat im Dezember 2007 begonnen und ist für die Dauer von drei Jahren angelegt.

 

 

Bild vergrößern - bitte klicken

Nach oben

Letzte Aktualisierung: 24.11.2009