Am 26. März 2007 wurde der Planfeststellungsbeschluss für das Endlager Konrad in Salzgitter höchstrichterlich bestätigt. Seitdem ist der Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dabei, das ehemalige Eisenerzbergwerk zu einem Endlager umzurüsten. Nähere Informationen finden sich unter www.endlager-konrad.de.
Der EWN-Verbund ist mit seinen Standorten in Greifswald und Rheinsberg und mit seinen Tochterunternehmen in Karlsruhe (WAK GmbH) und Jülich (AVR GmbH) für insgesamt 77 % der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle der Öffentlichen Hand (ÖH) verantwortlich, die an das Endlager Konrad abgegeben werden sollen.
Der Bund hat die EWN beauftragt, die Einlagerungsplanung und Anlieferlogistik für alle Abfälle aus der ÖH zu übernehmen. Die Koordination der Abfälle für die privaten Ablieferungspflichtigen (EVU und Industrie) wird von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) erfolgen. Diese Aufgabenteilung wird auch in dem noch abzuschließenden Vertrag zur Finanzierung des Endlagers Konrad verankert sein, der zwischen dem Betreiber des Endlagers und jedem Ablieferungspflichtigen abgeschlossen werden soll (Konrad-Vertrag).
Um der neuen Aufgabe gerecht zu werden, hat die EWN im September 2010 am Standort Karlsruhe die EWN Betriebsstätte Karlsruhe gegründet. Die Betriebsstätte (organisatorische Bezeichnung EWN-GE) ist direkt der EWN-Geschäftsführung unterstellt, die Kernaufgabe ist das zentrale Endlagerungsmanagement für den EWN-Verbund und die Öffentliche Hand. Der Standort Karlsruhe wurde gewählt, da hier mehr als 2/3 der Abfallmengen aus der ÖH lagern.