Das Stilllegungskonzept für den MZFR sieht die komplette Beseitigung der Anlage bis zur „Grünen Wiese" in acht Rückbauschritten vor. Dement-
sprechend untergliedert sich das atomrechtliche Verfahren ebenfalls in acht Stilllegungsgenehmigungen.
Sieben der insgesamt acht Stilllegungs- und Rückbauschritte wurden inzwischen erfolgreich durchgeführt. Im April 2008 konnte der siebte Rückbauschritt, die Demontage und Zerlegung des Reaktordruckbehälters (RDB) mit allen Einbauten, abgeschlossen werden. Zirka 400 Mg aktiviertes Material wurden dabei fernbedient zerlegt und verpackt.
Der Reaktor war im Biologischen Schild vollständig eingebettet. Durch die beengten Platzverhältnisse musste die Demontage zuerst von oben nach unten und anschließend von innen nach außen vorgenommen werden. Hierzu wurde ein Trockenzerlegebereich mit Fernhantierungseinrichtun-
gen aufgebaut, in dem alle massiven Komponenten des Reaktors in containergerechte Stücke vor Ort zerlegt wurden, um anschließend end-
lagergerecht verpackt zu werden. Die Zerlegung der am höchsten akti-
vierten inneren Komponenten, wie beispielsweise des Moderatortanks, erfolgte unter Wasser. Hierbei wurde der Reaktordruckbehälter als Zerlegebecken benutzt und Plasma-Schneidverfahren eingesetzt. Der Reaktor war Ende 2007 vollständig zerlegt und verpackt.
Der achte und letzte Rückbauschritt beinhaltet die Arbeitspakete
Im Rahmen des Gesamtrückbaus sind ca. 72.000 Mg Beton und ca. 7.200 Mg Metall zu beseitigen. Als radioaktiver Abfall werden hierbei an die 1.000 Mg Beton (allein 600 Mg vom Biologischen Schild) und 1.700 Mg Metall anfallen.