Die Einhaltung der gesetzlichen und technischen Vorgaben erfordert den Einsatz umfangreicher Messtechnik. Hierfür verfügt die HDB über:
Im radiochemischen Labor werden diverse Verfahren der Kernstrahlenmesstechnik, der Radio- und Elementanalytik eingesetzt. Hierdurch können umfangreiche physikalische und chemische Parameter bestimmt werden.
Für die Eingangs- und Produktkontrolle stehen neben einem Neutronenmessplatz zur Ermittlung des Spaltstoffinventars diverse Messanlagen zur Durchführung von gammaspektrometrischen Messungen an verschiedensten Geometrien über einen großen Dosisleistungsbereich (Microsievert- bis Sievert-Bereich) zur Verfügung.
Für Entscheidungen im Rahmen eines Freigabeverfahrens nach § 29 der Strahlenschutzverordnung betreibt der Bereich Sicherheit die Freimessanlage. Voraussetzung für diese Messungen ist, dass der Nuklidvektor der Reststoffe bekannt ist, da der Aktivitätsanteil nicht messbarer Nuklide rechnerisch berücksichtigt werden muss. Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Gesamt-Gamma-Messung und erfasst Gamma-Quanten oberhalb von 200 keV. In dieser Anlage werden bevorzugt Schüttgüter ausgemessen, da die-se keine direkt messbare Oberfläche besitzen. Als Messgutträger kommen 200-l-Fässer und Gitterboxen für Reststoffe mit einer maximalen Masse von 450 kg bzw. 900 kg zum Einsatz.