21.12.2011 - Widersprüchliche Signalisierungen an Einrichtungen zum Filterwechsel einer Umluftanlage festgestellt
Am 24.10.11 wurden Vorbereitungsarbeiten zum vorsorglichen Austausch der Filtereinsätze eines Schmelzofenumluftfilters durchgeführt. Dabei kam es zu widersprüchlichen Signalisierungen an mehreren Endlagenschaltern.
Die Arbeiten zum Filterwechsel wurden eingestellt. Die Ermittlung der Störungsursache ist noch nicht abgeschlossen.
Die Filterung der Schmelzofenumluft erfolgt weiterhin über die redundante Filterstrecke. Die von der Störung betroffene Filterstrecke steht im Anforderungsfall jederzeit als Redundanz zur Verfügung.
21.12.2011 - Kurzzeitige Abschaltung der Fortluftgebläse der Lüftungsanlage LAVA
Am 29.11.11 kam es bei einer routinemäßigen Umschaltung der Fortluftgebläse der Lüftungsanlage LAVA zu einem kurzzeitigen Abschalten dieser Gebläse. Nach der Störungsbeseitigung lief die Lüftungsanlage wieder ordnungsgemäß.
Ursache für die Abschaltung der beiden Fortluftgebläse war die Auslösung des Überspannungssignals (Geräteschutz) in der Spannungsversorgung für die Ansteuerung der Gebläsemotoren. Die Lüftungsanlage LAVA ist im Zuge der Rückbauarbeiten umgebaut worden. Die Einstellung für das Hoch- bzw. Abfahren der Gebläsemotoren war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen.
Externe Meldung, Bewertung und Einstufung
Die Ereignisse wurden der Aufsichtsbehörde und dem Gutachter gemäß Melderegelung mitgeteilt. Auswirkungen auf die Umgebung, die Anlage und das Personal waren zu keinem Zeitpunkt möglich.
Die Ereignisse wurden nach der für WAK gültigen Melderegelung als Normalmeldung (Kategorie N) eingestuft. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Ereignissen (INES) wurden die Ereignisse der Stufe 0 (unterhalb der Skala, keine sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet.
| Radionuklide und Aerosole | Monatswerte Bq |
Summe 2010 Bq |
% der zulässigen Jahresgrenzwerte |
| Alpha-Aerosole | 1,46*103 | 5,89*104 | 0,08 |
| Beta-Aerosole | 1,75*105 | 1,24*107 | 0,34 |
| Iod-129 | 1,55*104 | 2,08*105 | 0,21 |
| Iod-131 | 0 | 0 | 0 |
| Edelgase (Rechenwert) |
8,33*109 | 8,33*1010 | 8,33 |
Im Oktober 2011 haben 420 im Projekt StiWAK überwachte Personen eine Kollektivdosis von 3,99 mSv aufgenommen. Dabei beträgt die mittlere Einzeldosis 0,010 mSv und die maximale Einzeldosis 0,478 mSv.
Zum Vergleich: Der zulässige Jahresgrenzwert für eine beruflich strahlenexponierte Person ist auf 20 mSv festgelegt.
Im Oktober 2011 hat das Projekt StiWAK 31,8 Mg feste radioaktive Reststoffe mit einer Aktivität von 4,63*1010 Bq Alpha und 3,66*1011 Bq Beta sowie 0,19 Mg flüssige radioaktive Reststoffe mit einer Aktivität von 1,08*105 Bq Alpha und 1,31*106 Bq Beta an die Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe abgegeben. Nach §29 StrlSchV wurden im Oktober 2011 7,2 Mg Reststoffe abgegeben.