26.07.2011 - Lüftungsanlage LAVA nach kurzzeitigen Abschaltungen wieder hochgefahren
Am 27.06.11 und am 04.07.11 kam es im Rahmen von Demontagearbeiten an der Lüftungsanlage LAVA jeweils zu deren kurzzeitiger Abschaltung mit Anordnung der Räumung des LAVA-Gebäudes.
Nach der Störungsbeseitigung und Kontaminationskontrolle des betroffenen Bereichs konnte in beiden Fällen die LAVA unmittelbar wieder freigegeben werden.
Ursache für die Abschaltung der Lüftungsanlage war nach bisherigen Erkenntnissen beim ersten Ereignis ein Kurzschluss, der zum Ausfall der Spannungsversorgung für die Lüftungssteuerung führte. Beim zweiten Ereignis führte die Demontage einer Temperaturüberwachung zum Auslösen der Abschaltung.
Externe Meldung, Bewertung und Einstufung
Die Ereignisse wurden der Aufsichtsbehörde und dem Gutachter gemäß Melderegelung mitgeteilt. Auswirkungen auf die Umgebung, die Anlage und das Personal waren zu keinem Zeitpunkt möglich.
Die Ereignisse wurden nach der für WAK gültigen Melderegelung als Normalmeldung (Kategorie N) eingestuft. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Ereignissen (INES) wurden die Ereignisse der Stufe 0 (unterhalb der Skala, keine sicherheitstechnische Bedeutung) zugeordnet.
| Radionuklide und Aerosole | Monatswerte Bq |
Summe 2010 Bq |
% der zulässigen Jahresgrenzwerte |
| Alpha-Aerosole | 1,75*104 | 5,02*104 | 0,07 |
| Beta-Aerosole | 1,17*106 | 1,16*107 | 0,31 |
| Iod-129 | 7,22*103 | 4,9*104 | 0,05 |
| Iod-131 | 0 | 0 | 0 |
| Edelgase (Rechenwert) |
8,33*109 | 4,17*1010 | 4,17 |
Im Mai 2011 haben 445 im Projekt StiWAK überwachte Personen eine Kollektivdosis von 5,72 mSv aufgenommen. Dabei beträgt die mittlere Einzeldosis 0,054 mSv und die maximale Einzeldosis 0,184 mSv.
Zum Vergleich: Der zulässige Jahresgrenzwert für eine beruflich strahlenexponierte Person ist auf 20 mSv festgelegt.
Im Mai 2011 hat das Projekt StiWAK 38,9 t feste radioaktive Reststoffe mit einer Aktivität von 8,50*1012 Bq Alpha und 4,93*1013 Bq Beta an die Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe abgegeben. Nach §29 StrlSchV wurden im Mai 2011 10,1 t Reststoffe freigegeben.