Erst nach Abschluss der Verglasung können die Lagerbehälter für die hochradioaktive flüssige Abfalllösung (HAWC) demontiert werden. Auch die Verglasungsanlage VEK selbst wird unmittelbar nach dem Verglasungsende stillgelegt und zurückgebaut. Hierbei wird ähnliche Fernhantierungstechnik wie bereits beim Rückbau im Prozessgebäude zum Einsatz kommen.
Die HAWC-Behälter befinden sich in den Gebäuden „LAVA" und „HWL" in dickwandigen Betonzellen, die nur fernhantiert horizontal zugänglich sind. Dabei kommt ein 8 Mg-Bagger als Manipulatorträgersystem zum Einsatz. An dieses System können fernhantiert alle Werkzeuge, wie z. B. Mauerfräse, Meißel, Trennscheibe, Schere und Greifarm angedockt werden. Ohne direkten Personaleinsatz werden somit folgende Tätigkeiten ausgeführt:
Erst danach können die restlichen Arbeiten mit direktem Personaleinsatz ausgeführt werden.
Zur Ausführung der Fernhantierung und für die Reststoff-Logistik wurde ein neues Zugangsgebäude südlich des HWL errichtet. Dieser „Anbau-Süd" wurde im Mai 2008 in Betrieb genommen. In den Lagergebäuden befinden sich neben den HAWC-Behältern auch Sammelbehälter für mittelaktiven Waste (MAW). Diese Behälter werden nicht mehr benötigt und können deshalb unabhängig von der HAWC-Verglasung demontiert werden. Erster Arbeitsschritt hierzu war der Wanddurchbruch zum HWL. Nach vorbereitenden Montagearbeiten erfolgt die fernhantierte Demontage am ersten von insgesamt fünf MAW-Sammelbehältern. Hierbei kommen die gleichen Geräte zum Einsatz wie auch bei der späteren Demontage der HAWC-Behälter.