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Verglasung - der Schmelzofen

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Blick auf den Schmelzofen
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Glasabstich (Bodenablauf)

Der Schmelzofen hat eine keramische Auskleidung und wird bei Temperaturen von 1150°C bis 1200°C betrieben. Das Glasbad wird durch zwei eingetauchte Elektroden direkt elektrisch beheizt. Der Flüssigabfall (HAWC) und die perlenförmige Glasfritte werden von oben eingespeist. Im Schmelzofen laufen nacheinander die drei Prozessschritte Verdampfung der Flüssigkeit, Umwandlung in Oxide und Glasbildung ab.

Das Glasprodukt wird durch den Bodenauslauf in Chargen von je 100 kg abgelassen. Die konvektive Vermischung und die mehrtägige Verweilzeit der Glasschmelze im Schmelzofen sorgen für eine homogene Verteilung der radioaktiven Stoffe in dem Glasprodukt. Aufgrund der Abdeckung der Schmelz­badoberfläche durch die verdampfende Flüssigkeit ist eine Rückhaltung flüchtiger Stoffe aus der Prozesszone hinreichend gewährleistet.

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Letzte Aktualisierung: 25.03.2010