ESTRAL
Unser Zwischenlager für Castor-Behälter

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Info-Broschüre ESTRAL

Wir planen neben dem Zwischenlager Nord ein neues Lagergebäude als Ersatz für das Transportbehälterlager in Halle 8 des Zwischenlagers Nord.

Hintergrund sind die seit 2011 erhöhten Sicherungsanforderungen für die Lagerung von Castor-Behältern. Alle in Deutschland bestehenden Zwischenlager für Castor-Behälter werden daher angepasst. Für uns resultiert daraus, dass wir neu bauen müssen.

In das Ersatztransportbehälterlager, kurz ESTRAL, werden die bisher in Halle 8 des Zwischenlagers Nord gelagerten 74 Castor-Behälter umgelagert. Weitere Castor-Behälter werden dort nicht eingelagert.

Das ESTRAL befindet sich gegenwärtig in der Planungsphase. Es wird auf dem Gelände der EWN GmbH in Lubmin/Rubenow nordöstlich vom Zwischenlager Nord errichtet.

Aktuelles

Scoping-Tischvorlage am 11. Juli 2019 beim BfE eingereicht

Für die Beurteilung des Untersuchungsrahmens im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) haben wir die erforderlichen Angaben zu ESTRAL und zu den möglichen Umweltauswirkungen in einer Scoping-Tischvorlage zusammengefasst. Zusätzlich hat unser Umweltgutachter darin einen Vorschlag für einen voraussichtlichen Untersuchungsrahmen dargestellt.

Das BfE wird die Tischvorlage nun prüfen und einen eigenen Sachverständigen für die UVP beauftragen. Bevor das BfE den Untersuchungsrahmen festlegt (Scoping), wird eine Besprechung (Scoping-Termin) durchgeführt, zu der das BfE nach § 15 (3) UVPG auch Behörden, anerkannte Umweltvereinigungen und sonstige Dritte hinzuziehen kann.

Die Festlegung der Beteiligten und die Durchführung des Scoping-Termins (öffentlich oder
nicht-öffentlich) liegen in der Hand des BfE. Wir überlassen den Zeitpunkt der Veröffentlichung
der Tischvorlage ebenfalls dem BfE.

Ablauf des Genehmigungsverfahrens

Wir haben am 29. Mai 2019 einen Antrag nach § 6 AtG für die Aufbewahrung der 74 Castor-Behälter im ESTRAL gestellt. Die Genehmigung wird nach eingehender Prüfung aller Genehmigungsvoraussetzungen durch das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) erteilt. Das BfE wird dabei auch die voraussichtlichen Auswirkungen des Vorhabens ESTRAL auf die Umwelt prüfen. Grundlage der Prüfung der Umweltverträglichkeit (UVP) ist ein Bericht, den EWN zusammen mit den Antragsunterlagen einreicht (UVP-Bericht).

Außerdem ist eine Baugenehmigung nach der Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern erforderlich. BfE und Baubehörde stimmen sich fachlich eng ab.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens führt das BfE eine eigene förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung nach den gesetzlichen Regelungen durch. Die Antragsunterlagen werden öffentlich ausgelegt, die Bürger können Einwendungen schriftlich vorbringen und das BfE führt auf Grundlage der Einwendungen den Erörterungstermin mit den Einwendern durch.

Öffentlichkeitsbeteiligung durch EWN

Bereits im Dezember 2017 – mehr als 17 Monate vor der Antragstellung – haben wir unser Vorhaben bekannt gegeben und früh mit der Beteiligung der Öffentlichkeit begonnen. Wir sehen uns in der Pflicht, die Öffentlichkeit und vor allem die Bürger in der unmittelbaren Umgebung offen und transparent zu informieren.

Wir haben die Informationsveranstaltungen für die Bürger, die regelmäßige Information der kommunalen Mandatsträger sowie des Kernenergiebeirats Mecklenburg-Vorpommern und natürlich der Presse seither stets umgesetzt. Wir werden auch weiterhin offen und transparent begleitend zum Projektfortschritt ESTRAL informieren. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist integraler Bestandteil des Projekts.

Weitere Informationen

FAQs mit unseren Antworten auf die häufigsten Fragen

Dokumente zu ESTRAL als PDF

ESTRAL-Pressearchiv mit allen Presseinformationen