Neubau einer Zerlegehalle - ZLH
Auf dem Gelände der EWN in Lubmin entsteht derzeit eine Zerlegehalle für Großkomponenten. Hier sollen Reaktordruckgefäße und Dampferzeuger sowie aktivierte Bauteile zerlegt, konditioniert und endlagergerecht verpackt werden.
Um die Entsorgungsanlagen am Reststandort zu zentralisieren und somit Betriebsabläufe zu optimieren, wird die neue ZLH baulich und technologisch mit der Zentralen Dekontaminations- und Wasseraufbereitungsanlage (ZDW) und der Zentralen Aktiven Werkstatt (ZAW) verbunden. Der so entstehende neue Gebäudekomplex wird ein Reststoffbearbeitungs- und Abfallbehandlungszentrum bilden und Maßstäbe im Bereich der nuklearen Entsorgung setzen.
Je nach technologischem und radiologischem Bedarf der zu zerlegenden Komponenten sind vier Ausbaustufen der Halle nötig. Die 1. Ausbaustufe ist bereits in der baulichen Umsetzung. Die detaillierte Planung der Ausbaustufen 2-4 erfolgt jeweils rechtzeitig vor dem geplanten Zerlegebeginn anhand der neuesten zur Verfügung stehenden Hantierungs- und Zerlegetechnik.
Die gesamte ZLH ist an ein aktives Luftfiltersystem einschließlich Fortluftüberwachung angeschlossen. Das heißt, die Fortluft wird über einen Kamin abgeleitet, überwacht und bilanziert. Bereiche in denen es zu Kontaminationen kommen kann, erhalten vorab eine Dekontaminationsbeschichtung. 90 cm dicke Betonwände schirmen die Strahlung ab.
Mittels Photovoltaikanlage auf dem Dach wird ein wesentlicher Teil des Energiebedarfs aus dem Zerlegeprozess gedeckt.